Ursprünglich dienten Keller als Pufferzone zum kalten und nassen Erdreich. Sie fungierten dabei auch als kühler Vorratsraum zur Lagerung von Lebensmitteln. Letztere Bedeutung haben Keller im modernen Leben überwiegend verloren. Sie dienen heute oft nur noch als Stauraum; als Puffer zum Erdreich stellen sie, energetisch gesehen, eine Schwachstelle dar – über den Keller können bis zu 10 % Heizenergie verloren gehen.
Dabei gibt es einfache, aber effektive und förderfähige Lösungen für eine ökonomische Wärmedämmung, z. B. der Kellerdecke.
Bringt viel, kostet wenig

Mit dieser einfachen Maßnahme kannst bis zu 10 % Deiner Wärmeverluste eindämmen und erhältst dafür bis zu 2.000 Euro Fördergeld! Kaum eine Einsparmaßnahme ist so einfach und wirtschaftlich zu bewerkstelligen. Darüber hinaus sorgen gedämmte Decken im Untergeschoss für angenehme Fußwärme im Erdgeschoss.



Wir haben was gegen nass-kalte Keller
Wer unterirdisch mit Nässe, Feuchte, Schimmel kämpft oder zusätzlichen Raum gewinnen und nutzen möchte, für den gibt es zuverlässige Abdichtungs-, Dämm- und Sanierungssysteme. Sie machen Kellerräume trocken, warm und vielfältig nutzbar. Das steigert Deinen Wohnwert ebenso wie nachhaltig den Wert Deines Hauses.
Unterirdische Gebäudeteile verfügen über eine Vielzahl von Vorzügen:
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Klimatische Vorteile Unterirdische Räume sind geringeren Temperaturschwankungen ausgesetzt als oberirdische Gebäudeteile. Wenn es im Sommer heiß wird, bleiben sie angenehm kühl. Im Winter dagegen liegen die Temperaturen im Erdreich höher als an der Außenluft.
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Geschützte, uneinsichtige Räume Während oberirdische Wohnbereiche durch große Fensterflächen immer transparenter und lichtdurchfluteter werden, bieten Kellerräume mehr Intimsphäre, z. B. für Saunen, Wellness-Bäder und Fitnessbereiche. Als unbelichtete Räume eignen sie sich auch ideal für Dein eigenes Heimkino oder Gaming-Zimmer.
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Natürliche Schalldämmung Durch das Erdreich verfügen Kellerräume über eine natürliche Schallisolierung. Das macht diese Räumlichkeiten besonders ruhig, z. B. für konzentriertes Arbeiten oder erholsamen Schlaf. Umgekehrt freut sich die Nachbarschaft, wenn Du sie als Musikzimmer, Party- oder Proberaum nutzt.
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Zusätzlicher Raumgewinn Nicht zuletzt stellt das Untergeschoss Raum dar, der zusätzlich als Wohnfläche zur Verfügung steht, z. B. als Gäste- oder Jugendzimmer. Je nach baulichen Gegebenheiten sind auch komplett abgeschlossene Einliegerwohnungen realisierbar, die Dir zusätzliche Mieteinnahmen sichern.
Beim Untergeschoss unterscheidet man üblicherweise zwei Konstruktionstypen:
Bei Altbauten gebräuchlich: Schwarze Wannen Diese Konstruktionen sind nicht dicht gegen anstehendes Wasser. Damit keine Nässe in den Keller eindringen kann, sollten „Schwarze Wannen“ von außen durch Schutzanstriche abgedichtet und zusätzlich dränagiert werden. Energetisch sinnvoll ist dann eine Wärmedämmung, die zwischen dem Bitumenanstrich und der Dränage aufgebracht wird.
Seit den 30er/40er-Jahren üblich: Weiße Wannen Ist ein Keller komplett aus wasserundurchlässigem Beton inklusive einer solchen Perimeterdämmung gefertigt, so ist er bereits perfekt gegen Feuchtigkeit geschützt und eignet sich auch zur Nutzung als Wohnraum. Nachteilig kann bei „Weißen Wannen“ die fehlende „Atmungsaktivität“ und damit verbundene Kondensationsfeuchtigkeit sein.
Ursachenforschung Feuchtigkeit im Keller kann in unterschiedlicher Intensität und durch unterschiedliche Ursachen auftreten: Es kann an einer fehlenden oder fehlerhaften Abdichtung liegen, aber auch an Tauwasserniederschlag auf den kalten Bauteilen. Dann kann nur eine Wärmedämmung erfolgreich Abhilfe schaffen. Denn in einem zu kalten Keller kann sich der Wasserdampf der Luft auf den kalten Oberflächen als Tauwasser niederschlagen. Ist diese Kondensationsfeuchtigkeit ein Dauerzustand, bildet sich Schimmel.
Bei allen Maßnahmen zur Behebung von Nässe und Schimmel ist zuerst durch einen qualifizierten und erfahrenen Fachhandwerksbetrieb zu prüfen, welche Ursache vorliegt, denn das gewählte Abdichtungs-, Sanierungs- und/oder Dämmverfahren muss für die auftretende Belastung geeignet sein.
Ursachenbehebung Wenn eine Sanierung erforderlich sein sollte, können die Wände des Untergeschosses von außen oder innen abgedichtet und gedämmt werden; die Kellersohle/Bodenplatte ausschließlich innenseitig.


Wandabdichtung und -dämmung von außen

Im Fundamentbereich verhindert eine sogenannte „Horizontalsperre“ das Aufsteigen von Feuchtigkeit in der Wand. Sie kann auch nachträglich durch Injektion hergestellt werden. Das Injektionsmittel verteilt sich im Mauerwerk und bildet dort eine wasserabweisende Schicht. Ist das Erdreich zur Außenabdichtung einmal ausgehoben, so ist eine Perimeterdämmung die logische energetische Konsequenz. Im Verbund verlegte, mindestens 12 cm (bei WLS 039) dicke Polystyrol-Hartschaumplatten reduzieren den Wärmedurchgang und schützen die Abdichtung anstelle von Kunststoffnoppenbahnen.


Wandabdichtung und -dämmung von innen
Die Kellerwände können auch von innen abgedichtet werden, z. B. wenn eine Außenabdichtung nicht möglich oder zu aufwendig ist. Die Wände bleiben dann zwar feucht, das Wasser kann jedoch nicht in die Räume eindringen. Feuchte Kellerwände beeinträchtigen nicht die Tragfähigkeit der Konstruktion.
Eine unterhalb der Kellerdecke eingebrachte Horizontalsperre verhindert ein weiteres Aufsteigen von Feuchtigkeit ins darüber liegende Erdgeschoss. Damit an die Außenwand angrenzende Innenwände die Innenabdichtung nicht unterbrechen, verhindern vertikale Horizontalsperren, dass Feuchtigkeit in die Innenwände ziehen kann. Zur Innenabdichtung eignen sich besonders zementgebundene Dichtungsschlämme und/oder Sperrputze.
Häufig werden für die Innendämmung Extruderhartschaumplatten verwandt. Je nach Dämmdicke sollten diese allerdings zusätzlich durch eine PE-Folie (Dampfsperre) vor Feuchtigkeit geschützt werden, damit kein Wasserdampf aus der Raumluft, der im kalten Wandbereich kondensiert, in die Dämmung eindringen kann. Dazu empfiehlt sich die Einbringung der Dämmung in eine Unterkonstruktion, die dann verkleidet wird.
Als einfache und nachhaltige Alternative bieten sich für die Innendämmung auch klimaregulierende Mineraldämmplatten an. Mit diesen diffusionsoffenen, atmungs- und kapillaraktiven Innendämmsystemen kann ohne Dampfsperre und ohne die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelbildung durch Kondensation eine wirksame Wärmedämmung erfolgen. Mineraldämmplatten sind rein mineralisch, nicht brennbar und regulieren das Raumklima.
Abdichtung und Dämmung der Bodenplatte
Die Abdichtung der Kellersohle wird bei der Bauwerksplanung häufig vernachlässigt, kann aus energetischer Sicht und für die Nutzung des Untergeschosses aber von wesentlicher Bedeutung sein. Zur Abdichtung der Bodenplatte werden in der Regel Bitumendickbeschichtungen verwandt. Sie werden als pastöse Masse oder in Bahnenform auf die Bodenplatte aufgetragen und bilden eine wasserundurchlässige Schicht, die ein Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Perfekt für eine nachträgliche Abdichtung sind genormte kaltselbstklebende Abdichtungsbahnen, die für absolut dichte Anschlüsse sorgen. Sie müssen nicht austrocknen und sind sofort belastbar.



Eine auf der Abdichtung liegende Dämmung vermindert Wärmeverluste und sorgt für eine angenehme Fußwärme. Die Dämmplatten sollten druckbelastbar, formstabil, wasserabweisend und ggf. für Fließestriche geeignet sein.
Der Estrich schützt die Dämmung und verteilt die Belastung. Neben robusten Fließestrichen stehen hierfür auch Trockenestriche zur Verfügung. Sie haben den Vorteil, dass sie keine zusätzliche Feuchte eintragen und sofort belastbar und verlegebereit sind. Trocken- ebenso wie Fließestriche können mit allen Arten von Bodenbelägen versehen werden.
Schimmel- und Feuchtesanierung
Für spezifische Anwendungen, z. B. wenn zuvor eine Schimmelpilzsanierung erforderlich sein sollte oder eine umfassendere Durchfeuchtung vorliegt, sind heute verschiedene moderne Sanierungs- und Entfeuchtungssysteme erhältlich, die hier wirksam und funktionssicher Abhilfe schaffen. Mit ihren spezifischen Eigenschaften beseitigen sie Schimmelbefall und beugen erneutem nachhaltig vor. Moderne Systemprodukte zur Feuchtesanierung erzielen in kurzer Zeit eine dauerhaft funktionierende Abdichtung von innen. Da Sperrputze die außen anstehende Feuchtigkeit „absperren“, können sie natürlich auch auf der Innenseite keine Feuchtigkeit aufnehmen. Atmungsaktive Mineralplatten und -putze regulieren dann diese Kondensfeuchte und schaffen ein angenehmes Raumklima.
Wassergeführte und elektrische Fußbodenheizungssysteme

Die Verlegung ist im Zuge einer Abdichtung schnell und wirtschaftlich. Eine Fußbodenheizung kann mit ihrer angenehmen Strahlungswärme auch als Vollheizung für jeden Raum und bei jedem Bodenbelag eingesetzt werden.
Licht und Luft
Im Zuge einer Kellersanierung sollten auch Dämmwert und Dichtigkeit der Kellerfenster und Lichtschachtsysteme geprüft und ggf. modernisiert werden.
Zeitgemäße, isolierte Kellerfenster sind entscheidend für eine Eindämmung Deiner Wärmeverluste und als wichtige Lüftungsoption. Sie bringen aber auch Licht und Luft in Dein Untergeschoss für mehr Aufenthaltsqualität. Moderne Systeme sind in großer Ausführungs- und Größenauswahl für alle Wandstärken erhältlich und ermöglichen einen einfachen Einbau bzw. Austausch.
Raum schaffen








