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7. Dezember 2024  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Effektive Abdichtung gegen drückendes Wasser: AQUAFIN-RB400 im Einsatz

von  Schomburg | 5 Min. Lesezeit | #Schomburg  #Bauwerksabdichtungen  #Abdichtung  #WTA-Merkblatt  #DIN18533 

In diesem Beitrag geht es um die typische Herausforderung, mit der du immer wieder auf der Baustelle konfrontiert wirst: Die Abdichtung erdberührter Bauteile gegen drückendes Wasser.

Drückendes Wasser: Das sagen die Normen, Merkblätter und Ratgeber

Für die Abdichtung erdberührter Bauteile gegen drückendes Wasser sind im Großen und Ganzen drei Normen, Merkblätter und Ratgeber wichtig: In erster Linie natürlich die DIN18533 und ergänzend dazu das WTA-Merkblatt 4-6 der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft (WTA) für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. mit dem Titel: „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“. Außerdem hat der Deutsche Bauchemie e.V. die Richtline für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit flexiblen polymermodifizierten Dickbeschichtungen (FPD) herausgegeben. Hintergrund ist die Tatsache, dass polymermodifizierte Dickbeschichtungen in der aktuellen Fassung der DIN18533 noch nicht geregelt sind. Die Veröffentlichung der neuen Fassung mit den FPDs steht allerdings unmittelbar bevor.

Ein man, der eine Fassade die mit mineralischer Bauwerksabdichtung bestreicht. Der Mann rührt in einem Eimer.

Blick in die DIN-Norm – die Wassereinwirkungsklassen

In der DIN18533 sind die Wassereinwirkungsklassen geregelt. Bei drückendem Wasser wird in zwei Bereiche untergliedert, die W2.1-E und W2.2-E.

W2.1-E: Mäßige Einwirkung von drückendem Wasser

Diese Einwirkungsklasse liegt vor, wenn Grundwasser, Stauwasser oder Hochwasser auf das erdberührende Bauteil einwirkt. Bis zu einer Wassersäule von ≤ 3 m kann das Bauteil mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (PMBC) abgedichtet werden. Achtung: Der Einsatz mineralischer Bauwerksabdichtungen ist bei dieser Einwirkungsklasse in der DIN18533 nicht vorgesehen und muss daher mit dem Auftraggeber gesondert vereinbart werden.

AQUAFIN-RB400 ist ideal für diesen Abdichtungsfall geeignet und verfügt auch über das entsprechende Allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (AbP). Das AbP bescheinigt unserer schnell abbindenden mineralischen Bauwerksabdichtung insbesondere folgende Eigenschaften:

  • standfest
  • haftzugfest (trocken/nass)
  • frostbeständig
  • temperatur- und alterungsbeständig
  • wasserundurchlässig
  • rissüberbrückend
  • wasserdicht im Einbauzustand bis 10 m.

Das sagt das WTA-Merkblatt

Bei der nachträglichen Abdichtung erdberührte Bauteile bei drückendem Wasser nach W2.1-E von außen fordert das WTA-Merkblatt beim Einsatz von mineralischen Abdichtungen wie AQUAFIN-RB400 eine Mindesttrockenschichtdicke von 3 mm im zweischichtigen Auftrag.

W2.2-E: Hohe Einwirkung von drückendem Wasser

Abbildung einer Kellerfassade. Von außen ist da Grundwasser abgebildet.
Diese Einwirkungsklasse liegt vor, wenn Grundwasser, Stauwasser oder Hochwasser auf das erdberührte Bauteil einwirkt und die Gründungstiefe ≥ 3 m beträgt. Die Einwirkungsklasse unterscheidet zwei Situationen.
Situation 1: Die unterste Abdichtungsebene liegt mehr als 3 m unter der Geländeoberkante. Im ungünstigsten Fall kann das Stauwasser über 3 m reichen.
Situation 2: Es kommt zu Grundwasser- und Hochwassereinwirkungen, was bedeutet, dass die unterste Abdichtungsebene mit mehr als 3 m hohem Druckwasser belastet wird. Bei dieser Einwirkung ist die Anwendung von PMBC oder FPD mit dem Auftraggeber gesondert zu vereinbaren.

Das AQUAFIN-System - So gelingt die Abdichtung

Bei der Abdichtung erdberührter Bauteile mit AQUAFIN-RB400 gibt es, je nach Bauprojekt und Einbausituation natürlich die unterschiedlichsten Szenarien. Meist wird die FPD-Abdichtung zwischen der Betonkellerwand und der Perimeterdämmung aufgebracht, sie kann allerdings auch, falls bauphysikalisch erforderlich, am Boden eingesetzt werden, als Abschluss zur WU-Betonkonstruktion. Auch die wannenförmige Abdichtung ist möglich, hier kannst du AQUAFIN-RB400 auch mit Kehle zur Fußpunktausbildung nutzen. Egal, wie komplex dein Anwendungsfall auch sein mag: Mit dem AQUAFIN-System bist du immer auf der sicheren Seite, denn wir haben sämtliche Komponenten integriert, welche du für deine Abdichtungsarbeiten benötigst.

  • Haftung verbessern: Bei kritischen, stark saugenden oder sandenden Oberflächen verfestigt die Sicherheitsgrundierung AQUAFIN-Primer den Untergrund. Zudem reduziert der Primer die Saugfähigkeit, wirkt hydrophobierend und verbessert die Haftung zum Untergrund.
  • Untergrund ausgleichen: Falls dies nötig ist, nimmst du dafür den wasserundurchlässigen Multimörtel ASOCRET-M30. Dieser kann bis 30 mm dick aufgetragen werden und ist schnell überarbeitbar.
  • Wand-Bodenanschluss abdichten: Am Wand-Bodenanschluss machst du eine mineralische Dichtungskehle aus ASOCRET-M30. Auch ein ASO-Dichtband-2000-S kannst du dafür verwenden, welches in Kombination mit AQUAFIN-RB400 verarbeitet wird.
  • Rohrdurchführungen abdichten: Dafür nutzt du AQUAFIN-RB400 und legst die ADF-Rohrmanschette in die frische Abdichtungsschicht faltenfrei ein. Anschließend erfolgt die Überarbeitung mit der Flächenabdichtung.
  • FPD -Abdichtung erstellen: Die Flächenabdichtung machst du mit AQUAFIN-RB400, entweder manuell mit Spachtel oder im Schlämmverfahren. Bei größeren Flächen empfehlen wir dir ein Spritzverfahren.
  • Schutz- und Drainageplatten anbringen: Wenn die Abdichtung durchgetrocknet ist, kannst du die Schutzschichten wie Perimeterdämmplatten mit einer Mischung aus AQUAFIN-RB400 und Quarzsand (Körnung 0,1 bis 0,35) im Buttering-Floating-Verfahren vollflächig aufkleben.

AQUAFIN-RB400 – So effizient funktioniert’s in der Praxis

Wie einfach und effizient die Abdichtung erdberührter Bauteile nach W2.1-E mit AQUAFIN-RB400 in der Praxis funktioniert, das kannst du in unserer jüngsten Referenz nachlesen, denn auch beim Bau der Boris-Becker-International Tennis Academy in Hochheim bei Frankfurt, kam die innovative Abdichtungstechnologie zum Einsatz. Sie wurde hier im Airless-Spritzverfahren appliziert. Wie das funktioniert, kannst du gerne hier im Anwendungsvideo nachschauen. Der Vorteil: Nach nicht einmal 16 Stunden war der komplette Gebäudekomplex druckwasserbeständig.

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Schomburg

Seit über 80 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe SCHOMBURG Produkte und Systemlösungen für die Bereiche Bauwerksabdichtung und -instandsetzung, Fliesen-, Naturstein- und Estrichverlegung, Bodenschutz- und Beschichtungssysteme und Betontechnologie. In über 50 Ländern fühlt sich SCHOMBURG Werten wie Nachhaltigkeit, Innovation, Integrität und Fairness verpflichtet. Das Unternehmen investiert zentral in eigene Aus- und Weiterbildungen sowie in Seminare und Trainings von Kunden und Marktpartnern.

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